Dienstag, 2. August 2016

Weiter über Grömitz nach Rotenburg/Wümme und.....

Eins schon mal vorab, dies wird bis zu unserem Anschlußpost das letzte Mal sein das ich hier schreibe. Eine lange Zeit der Reise geht damit so langsam dem Ende zu. Leider, es hat mir immer viel Spaß gemacht euch an unserer Reise teilhaben zu lassen, und vor allen Dingen zu spüren das ihr beim lesen und betrachten der Bilder auch Spaß hattet.

Gestern morgen sind wir wieder sehr zeitig nach GRÖMITZ aufgebrochen. Dort wollen wir bei der Durchreise noch meine Schwester mit Familie besuchen. Klar, wenn man hier so dicht vorbei kommt muss das ganz einfach sein, so häufig sieht man sich ja nun auch nicht. Das letzte mal als sie im Westerwald waren, waren wir ja schon, oder noch, unterwegs. Normaler Weise haben wir immer einen Stellplatz direkt in der Einfahrt, aber auch hier merkt man, es ist Hauptsaison. Alle Plätze sind mit PKW's der Feriengäste belegt. So blieb uns nichts anderes übrig als uns auf den offiziellen Stellplatz von GRÖMITZ zu stellen. Ein ganz normaler Parkplatz und das für 15€. Tja hier kann man es halt nehmen, der Platz war trotzdem voll.

Stellplatz GRÖMITZ vom Balkon
Wie man sieht, auch einen normalen Parkplatz kann man ins rechte Licht rücken. Nein, so etwas haben wir bisher auf unserer Reise mit den Stellplätzen nie nötig gehabt.
Wir haben einen schönen Abend mit netten Gesprächen auf dem Balkon mit Blick auf die Ostsee und unseren Filou verbracht. Eigentlich wollte Anke noch mit Peter in eine nette kleine Kneipe gehen. Eigentlich ;-). Peter hat wohl Angst bekommen und gekniffen :-))))).
So haben wir uns dann irgendwann in den Filou zurück gezogen.

Heute morgen waren wir beide schon um 6:00 Uhr wach. Also schnell ne Tasse Kaffee und ab an die Strandpromenade.

Morgens um 07:00 Uhr in GRÖMITZ an der Promenade

Um diese Uhrzeit ist es dort besonders schön. Noch keine Terroristen (Touristen) unterwegs und man kann die Ruhe und die Ostsee genießen. Ansonsten ist es hier in der Urlaubszeit, noch dazu bei diesem Wetter, einfach zu voll. Man sieht hier tagsüber an einem Tag mehr Menschen als wir die gesamten letzten 2 Monate gesehen haben. Das verkraften wir einfach noch nicht.
Nach unserem Spaziergang trinken wir bei meiner Schwester noch einen Kaffee und wollen dann noch etwas einkaufen (was, können wir hier nicht verraten).
So fahren wir gegen 12:00 Uhr von GRÖMITZ in Richtung Heimat. Nicht ganz, einen Zwischenstop haben wir noch. Aber da fahren wir erst morgen hin. Deshalb verschlägt es uns nach Rotenburg/Wümme.
In der ProMobil App habe ich diesen Platz gefunden. Er liegt am Weichelsee direkt am Strand, und das beste, er kostet nur 5€. In Norwegen wäre er natürlich kostenlos gewesen, aber da sind wir ja leider nicht mehr :-(.
Entgegen den Verkehrsmeldungen kommen wir bis auf HAMBURG gut durch. Und wenn es anders gewesen wäre? Auch nicht schlimm, wir haben ja alles dabei. Stau? Kein Problem, Kaffee kochen und abwarten. Das Wohnmobil bietet da halt doch diverse Vorteile.

Und genau bis hierhin konnte ich am Donnerstag diesen Post schreiben.
Plötzlich geht nichts mehr. Ich glaube ich habe das Internet kaputt gemacht!
Das gesamte Datenvolumen war aufgebraucht. Keine Verbindung mehr möglich. Nachladen? Geht nur mit Internetverbindung, wer so nen blödsinn erfunden hat, der.........

Also heute der Bericht der letzten Tage.

Selbst hier in dieser entlegenen Ecke merkt man, es ist Hauptsaison. Der Platz ist voll. Eine Ecke gäbe es da noch, dürfen wir uns da hin stellen?
Wir fragen ganz einfach mal den Besitzer. Mit ein wenig Charme und etwas freundlichkeit weist er uns genau auf diesen Platz ein. Neidvolle Blicke der anderen Wohnmobilbesatzungen, wir haben den mit Abstand schönsten Platz ergattert. Ist halt doch nicht immer so das der frühe Vogel den Wurm fängt ;-). Der späte Vogel bekommt den schönsten Platz.



Stellplatz am Weichelsee (N53°7'4"  O9°23'8")
 
Vor uns Sandstrand und hinter uns direkt die Strandbar, Herz was willst du mehr? Würden wir wohl sagen, wenn wir in den vergangenen Wochen nicht doch noch ein wenig schöner gestanden hätten. 
(Jetzt ist es aber mal genug mit dem gejammer, Deutschland ist auch schön und man muß auch mal mit dem zufrieden sein was man hat)
Abends gehen wir dann noch in der Strandbar lecker essen und etwas trinken. An die Preise, ja daran müssen wir uns dann doch erstmal wieder gewöhnen. Für den Preis für's Essen und Trinken hätten wir in Norwegen nicht mal eine Portion bekommen.
Leicht "angesäuselt" (zumindest ich) gehen wir dann irgend wann wieder in den Filou.


Samstag 30.07.2016

Irgend etwas stimmt mit uns nicht. Wieder mal sind wir ungewöhnlich früh auf den Beinen. Also nutzen wir die geniale Lage unseres Stellplatz noch ein wenig aus und setzen uns vor den Filou an den Sandstrand und genießen noch die ein oder andere Tasse Kaffee. Eigentlich hätten wir hier sitzen bleiben können, aber wir haben für heute noch eine Verabredung mit unseren Forumskollegen Eddi, Antke und natürlich mit deren Hündin Kira, diese Verabredung haben wir schön vor unserer Abreise ausgemacht. Zwar nicht das genaue Datum, aber das wir uns bei unserer Rückreise unbedingt treffen wollen. Die drei waren letztes Jahr für 5 Wochen in Skandinavien und haben uns mit vielen Tipps geholfen und auch ein wenig die "Nase" lang gemacht. 
Gegen 13:30 Uhr treffen wir auf dem Stellplatz in EMSBÜREN ein. Hier hat Eddi uns, wohlweislich das es voll werden kann, zwei Stellplätze reserviert. Wir sind als erstes da. Wiedermal der Vorteil schon Pensionär und Rentner zu sein, Eddi muß halt noch arbeiten und so kommen sie erst gegen 15:30 Uhr hier an. Wir haben es uns in der Zwischenzeit schon gemütlich gemacht.


Stellplatz Emsbüren/Elbergen1 (N52°28'8"  O7°18'1")
 
Eigentlich wollten die drei uns ja überraschen, aber ich hatte schon seit Wochen so ein gefühl ;-).
"Gleich kommen die drei mit nem neuen Wohnmobil um die Ecke" hab ich schon vorher zu Anke gesagt. "Nein, das glaube ich nicht" war die Antwort.
Ich lieg da so in meinem Liegestuhl, die Augen geschlossen und sag zu Anke: "Da kommen sie, ich erkenne sie schon am Hufgeräusch."
Und dann kommt es um die Ecke.


Wow, was für ein tolles Teil
 
Ein neuer Bürstner Nexxo t728 fährt neben uns auf den Platz. Ich wusste es doch, die Wette hätte ich gewonnen.
Nach einer herzlichen Begrüßung und ner Flasche Jever wurde GISMO, so heist der neue, erst mal genau unter die Lupe genommen. Ein wirklich tolles Wohnmobil.
Der Abend verging dann mit Gespächen über unsere Reise und natürlich das ein oder andere "gefrotzel" über Gismo und Filou mit deren An- und Einbauten einfach viel zu schnell vorbei.
Beim durchsehen der Bilder hab ich dann festgestellt das ich von dem schönen Abend nicht ein Bild gemacht habe. Das liegt warscheinlich zum einen daran das die Gespräche viel zu schön waren um sie mit fotografieren zu unterbrechen und zum anderen hat Antke uns auch in jedem unbeobachteten Moment mit neuen "Anlegern" versorgt. Es ist mir immer noch ein Rätzel wann und wie sie das gemacht hat. Gelernt ist halt gelernt ;-). Da bin ich garnicht zum fotografieren gekommen. Eigentlich schade, oder auch gut, sonst könnte jeder sehen was für einen feucht fröhlichen Abend wir hatten.


Sonntag 31.07.2016
 
Genauso wir der Abend geendet hat ging es dann am Morgen weiter.
Nein, natürlich nicht mit Alkohol, sondern mit kurzweiligen und immer wieder lustigen Gesprächen.
"Und wollen wir heute nach Hause fahren?" Nein wir bleiben noch einen Tag hier, irgendwie wollen wir nicht das es ein Ende nimmt.
Gegen 16:00 Uhr verabschieden sich Eddi, Antke und Kira dann von uns. Schade, damit sind diese beiden schönen Tage auch schon wieder vorbei. Aber wir haben schon einen Termin für unser Wiedersehen vereinbart.
Bei schönem Wetter lassen wir dann noch den Tag ausklingen.
 
 
 
 Fazit:
Wir haben ein paar sehr schöne und lustige Tage auf der Rückfahrt in Deutschland verbracht. 
Es war schön wieder teile der Familie und Bekannte zu treffen. 
Aber auf eines können wir verzichten, den Stress und Verkehr hier auf deutschen Strassen.
 
Ja, es hat lange gedauert bis ich diesen Post dann endlich online stellen konnte. Und ja, es sind auch recht wenig Bilder dabei. Aber zum einen konnte ich ja wirklich nichts dafür das wir keinerlei Internetverbindung mehr hatten und zum anderen gebe ich auch zu das ich etwas schreib müde geworden bin.
Trotzdem hoffe ich das euch der Post gefallen hat.
Und einen habe ich ja noch zu schreiben.






Mittwoch, 27. Juli 2016

Ein kurz Besuch in Dänemark

Pünktlich um 15:30 Uhr läuft die Fähre in KRISTIANSAND ein. Was da an Fahrzeugen runter kommt, unglaublich, das nimmt ja gar kein Ende mehr.

Schönes Ding
Sehr schnell geht hier das Ent- und Beladen der Fähre von statten. Da passt das Sprichwort; Zeit ist Geld. Pünktlich um 16:30 Uhr legen wir dann ab. Und der gute äußere Eindruck der Fähre bestätigt sich dann auch innen. Jetzt wird auch ein wenig klar, warum diese Fährüberfahrt, trotz der geringeren Distanz, fast doppelt so teuer ist wie die Fähre ROSTOCK-TRELLEBORG.
So lässt es sich aushalten
 Auf wieder sehen Norwegen

Und fast das beste an dieser Fähre, hier gibt es auch einen vernünftigen Dutty Free Shop. Also nichts wie rein und den Bier und Zigaretten Vorrat wieder aufgefüllt. Eigentlich können wir jetzt ja wieder umdrehen ;-) Nein, natürlich sind wir nicht wegen des fehlenden Vorrat auf dem nachhause Weg.
Nach 3 1/2 Stunden legen wir in HIRTSHALS an, da wir wissen wo sich der Stellplatz hier befindet haben wir diesen auch schnell gefunden.

 Hafen von HIRTSHALS
Stellplatz Hirtshals (N57°35'24"  O9°57'54")
Heute morgen sind wir beide sehr früh wach. Dann lass uns doch keine Zeit "verschwenden". Tasse Kaffee und als grobes Ziel wird KOLDING fest gelegt. Schnell noch tanken (0,97 €), so günstig haben wir schon ewig nicht mehr getankt.
Wir wollen direkt über die E 45 Richtung Deutschland fahren. Dänemark ist zwar auch ein schönes Land aber was soll es uns schon, nach den bisher bereisten Ländern, neues bieten. Ja das ist gemein, aber wir sind halt etwas verwöhnt ;-).
Kilometerstand beim verlassen von Norwegen

 Und das ganze in dieser reinen Fahrzeit
Also gehen wir einen der letzten Teilabschnitte unserer Reise mit gemischten Gefühlen an.
Es hat auch schon was positives mal wieder eine richtige Autobahn zu befahren, zwar nicht Landschaftlich so schön, aber dafür kommt man schnell und zügig sowie entspannend voran. Denn die Autobahn in Dänemark ist bei weitem nicht so befahren wie wir es dann wohl in Deutschland wieder vorfinden werden.


 Dänemark im durchfahren
Hunger? Ja eigentlich schon. Zumal wir ja in Dänemark sind und da ist HotDog pflicht. Also am nächsten Rastplatz raus und mal sehen was es da so gibt.

Hot Dog ist es nicht geworden, aber.....
 
Ganz knapp sind wir satt geworden ;-). Mit vollem Magen geht es dann weiter. Mittlerweile sind wir schon fast an unserem geplanten Ziel KOLDING angekommen und es ist erst kurz nach Mittag. Sollen wir mal sehen wie weit es noch bis FLENSBURG ist? Gar nicht mehr so weit, also lass uns doch gucken ob wir bis dahin kommen. Irgendwie zieht es uns dann doch Richtung Heimat.
 Von wegen, da kennen wir aber schöneres....

 Nach 10255 Km sind wir wieder in Deutschland
Gesagt getan, und um 15:45 Uhr sind wir auf dem Stellplatz in GROßSOLD bei Flensburg angekommen.
Stellplatz in Großsold (N54°42'31"  O9°31'20")
Deutschland hat uns zwar mit schwülwarmem Wetter und Sonnenschein empfangen, aber mittlerweile ist es am regnen. Irgendwie will uns dieses Land wohl nicht wieder haben.
Zwei Zwischenziele haben wir aber in den folgenden Tagen noch. Obwohl wir schon sehnlichst zu Hause erwartet werden. So viel Zeit muß sein.




 

Dienstag, 26. Juli 2016

Heute geht es nach Dänemark

Gestern abend hab ich dann noch ein letztes mal für diesen Urlaub in Norwegen geangelt. Und wie soll es anders sein auch mal wieder eine Makrele gefangen. Nur hatten weder Anke noch ich so richtig Appetit auf Makrele, deshalb hab ich sie mal weider verschenkt.

Letztes Angeln in Norwegen
 
Soll das heute wirklich unser letzter Abend in Norwegen für dieses Jahr sein? Denn wieder kommen werden wir, dass steht für uns beide fest. Irgendwie kann ich mich mit dem Gedanken nicht so recht anfreunden, vielleicht hilft ein kleiner Spaziergang. 
Selbst auf diesem abgeschiedenen Platz findet man immer noch was ausergewöhnliches, dieses Land bietet halt über all Überraschungen.


Häuser unter Felsvorsprüngen
 
Da kann auch das Dach mal undicht werden :-).
Nutzt ja nichts, mal sehen was der Tag morgen bringt. Mit dem Gedanken geh ich dann ins Bett.

Es sind "leider" nur noch 135 Km bis nach KRISTIANSAND, von dort wollen wir die Fähre nach HIRTSHALS Dänemark nehmen. Ähnlich wie beim Preiteskollen hatten wir uns schon im Vorfeld so das ein oder andere vorgenommen. Bei der Fähre zBsp. das wir diese 2 Tage vorher buchen wollen. Es kann natürlich sein, das wir es nicht so richtig wahr haben wollen, dass unsere Reise sich so langsam dem Ende zu neigt, jedenfalls haben wir die Fähre nicht vorher gebucht. Was soll's, wir werden schon noch nen Platz bekommen und wenn nicht, dann bleiben wir halt noch nen Tag.
Also los nach KRISTIANSAND. Und das schon sehr früh, wir konnten beide heute morgen nicht mehr schlafen und sind so nach ner Tasse Kaffee schon um 07:45 Uhr auf Achse.
Zwar regnet es teilweise recht stark aber die Landschaft zeigt sich trotzdem immer wieder von ihrer schönen Seite.


 Ganz schön schmal diese Brücke, kaum 3 Meter


Da wir so früh unterwegs sind ist so gut wie nichts los auf den Strasse. Ganz angenehm bei den schmalen Strassen die wir heute vorfinden.

Nach ner kleinen Pause kommen wir schon um 11:45 Uhr im Fährhafen an.

 Wir beide bei der wohl letzten Pause in Norwegen

 Sam verschläft die letzten Kilometer zwischen uns

Ob wir wohl heute noch nen Platz bekommen?
Am Schalter von Fjordline; Alles ausgebucht, sowohl heute als auch morgen. Maximal auf die Warteliste kann man uns setzen.
Rüber zu ColorLine; Heute um 16:30 Uhr, passt ihnen das? Natürlich und was kostet uns der Spaß.
ca. 290€. Ok, nehmen wir.

Am Fährhafen KRISTIANSAND

Uns so geht es heute um 16:30 Uhr nach Dänemark. Den Stellplatz von HIRTSHALS kennen wir ja schon, da haben wir letztes Jahr schon gestanden. Der liegt unmittelbar am Hafen.
So brauchen wir wenigstens heute Abend nicht noch großartig rum zu fahren und was suchen.

Wir werden dann vielleicht noch etwas durch das schöne Dänemark schlendern, schließlich hat es uns da letztes Jahr im Urlaub sehr gut gefallen. Allerdings ist es absolut kein vergleich mit Norwegen und Schweden.




Montag, 25. Juli 2016

Preikestollen und mehr

Samstag 23.07.2016

Nachdem dann auch unsere schwerhörigen Nachbarn (Das Radio von denen konnte man gut im Filou hören) irgendwann mal in Bett gegangen sind hatten wir eine ruhige Nacht.
Anke hatte wohl irgendwie keine Lust ins Bett zu gehen und ist bis ca. 2 Uhr wach geblieben. Sie wollte wohl wirklich mal nachsehen ob es wieder dunkel wird :-). Ja wird es leider mittlerweile wieder. Und morgens dann..... tja, wer nicht ins Bett findet der findet auch morgens nicht mehr raus.
So sind wir dann auch erst recht spät los gekommen. Macht aber auch nichts, wir haben ja keinen Plan gemacht. Warum auch, wird ja eh jedesmal wieder umgeworfen. Und ausserdem haben wir ja Zeit. Obwohl, so richtig viel davon haben wir nun auch nicht mehr. Schleißlich wollen wir ja spätestens in der zweiten Augustwoche zu Hause sein.
Trotz diesem "Zeitdruck" ;-). Sind wir nur 50 Km gefahren bis wir mal wieder ein schönes Plätzchen gefunden haben. Eigentlich nur zum Frühstücken, aber es war so schön, dass wir mal wieder spontan entschieden haben hier bleiben wir.
Angel raus und entspannen, war auch nötig nach der gewaltigen Strecke heute ;.)))))).
Direkt bei unserem Platz, ein standhafter Einheimischer der seine Angel unverzagt vom Boot ins Wasser hält. Wenn hier die Einheimischen Angeln, muss es ja ein gutes Angelrevier sein.
So gut kann es nicht sein, ich fange hier nichts und der Einheimische hat auch noch nichts ins Boot gezogen.

Hartnäckischer Angler
 
Erst als ein anderes Boot vorbei kommt und den Angler fotografiert merken wir was da los ist.
Ich denke noch, der wird sich bedanken jetzt fotografiert zu werden, erst dann merke ich das es eine Puppe auf dem Boot ist.
Jedenfalls fangen wir beide weiterhin nichts, Internet gibt es hier auch keins, also auch keinen Post. Ergo gibt es heute Kottelet und viel Erholung.

Stellplatz in Ardal (N59.1501  O6.1555)
 
Sonntag 24.06.2016
Ich bin schon sehr früh auf den Beinen ca. 06:00 Uhr. Unser Platz ist nur ca. 50 Km vom PREIKESTOLLEN entfernt. Seit Tagen kontrolliere ich schon die Wettervorhersagen dafür. Tendenz heute, sehr schön und ab morgen Montag den 15.06.2016 regen. Eigentlich wollte ich absolut nicht am Sonntag da hoch, zu viel Betrieb. Aber lieber Betrieb und schönes Wetter mit Aussicht als "Betrieb" und Regen mit Nebel. (Betrieb ist hier in Südnorwegen in der Urlaubszeit jetzt fast überall...... Grausam).
Anke ist auch schon um 07:00 Uhr aufgestanden. Nein ich habe sie nicht geweckt, dass hat Sam übernommen :-)) Klappt wenn man ihm morgens nichts zu fressen gibt und nicht aus dem Filou lässt ;-).
Also steht der Plan recht schnell für heute, wir gehen auf den Preiteskollen. 
 
Gleich bist du reif :-)
 
Nicht so ganz, Anke will sich erst vor Ort entscheiden. Die 50 Km bis zum Parkplatz sind schnell abgesult. Der obere Parkplatz ist schon voll, wir müssen auf den Ausweichplatz. Nicht schlimm die Entfernung nach oben ist die gleiche.
"Und willst du mit?" : frage ich Anke. "Das entscheide ich nach dem Frühstück."
Also Frühstück, und nun? Ja ich kann ja mal sehen ob ich es schaffe, wenn nicht, ich nehm den Schlüssel von Filou und dreh eben um. 
Rücksack gepackt und Wanderstöcke für Anke vorbereitet und endlich geht es los. Das hier ist das letzte Ziel welches ich mir für diese Reise gesteckt habe. Dementsprechend eilig habe ich es.
Hätte ich mir mal mehr Zeit gelassen..... Einweggrill, Bratwürstchen, Selfiestick usw. vergessen. Und da habe ich die ganze Zeit davon gespochen, dass ich mir auf dem Preiteskollen ne Bratwurst grillen will, und jetzt...... Selbst schuld.

Zwei Stunden sind für den Hinweg vorgegeben. Wir schaun mal wie lange wir brauchen, wenn es länger dauert auch egal. Der Weg ist schon ganz schön beschwerlich, teilweise steil Bergauf über große Steinsmassen, dann wieder leicht Bergab, der Weg ist zwar vorgegeben aber mit Wanderwagen hat das wenig zu tun. Das ein oder andere mal muss man schon auf alle viere. Und der "Gegenverkehr" erleichtert die Sache auch nicht grade.
 
 Teilweise ganz schön steil und beschwerlich

 Pause muß auch mal sein

Trotz der Anstrengung darf man aber nicht vergessen ab und an mal den Blick zu heben und nach rechts und links schweifen zu lassen. Schon auf dem Weg nach oben kann man erahnen welche Aussicht sich dann erst auftun wird.



 Nach ca 3/4 der Strecke ein See, Anke will da auf dem Rückweg rein.



Und dann kommen wir um den letzten Berg.Wahnsinn wir sind da, wir haben es geschafft, wir sind am Preiteskollen. Und Anke hat das ganze mit Bravour gemeistert, in nicht ganz 2 1/2 Stunden stehen wir auf dem Preiteskollen. Jedenfalls stehe ich drauf, Anke hat im letzten Moment die Panik gepackt und hält sich im Hintergrund. Egal oben ist oben.
 



 Und das ganze ohne Sicherung. Es geht 600 Meter senkrecht nach unten zum Fjord.
 



 Diesen Ausblick muß ich genießen

 



 



Glücklich. Wir haben es mal wieder gemeinsam geschafft :-)
 
Ich denke diese Bilder muß man nicht kommentieren. Auch wenn es in Natura noch gigantischer war sieht man es trotzdem.
Leider war es Sonntag und der Betrieb wie befürchtet groß, aber trotzdem, es hat sich gelohnt.
Außerdem ist das ja gar nicht so weit von uns zu Hause (1540 Km) und als Männerausflug über ein verlängertes Wochenende mit dem Filou doch machbar?
Übrigens ist Anke beim Abstieg doch nicht in den See gesprungen.
 
Und wie schön es ist mit nem Wohnmobil zu reisen merke ich mal wieder als wir wieder unten sind. Kaffee gekocht, Hocker raus, ausgeruht und dann erst mal ne heiße Dusche. So ist man doch gleich wieder ein anderer Mensch.
Und jetzt? Jetzt sehen wir uns den Preiteskollen mal vom anderen Fjord Ufer an. Da gibt es einen schönen Wanderparkplatz, nicht ganz einfach hin zu kommen, aber.......
 
 Über die Brücke und direkt rein in den Berg

 Ganz schön eng
 
Und schwupp, sind wier auch schon auf der anderen Seite. Und wo ist er nun? Nach etwas suche haben wir ihn dann gefunden. Mit dem Fernglas kann man gut erkennen, dass die Plattform immer noch recht voll ist.

 Der Preikestollen von vorn

 Stellplatz gegenüber des Preikestollen (N58.9684  O6.2377)


 Montag 25.07.2016

Nur noch 258 Km bis nach KRISTIANDAND :-(. 
Wir haben uns entschieden, dass wir die Fähre von KRISTIANSAND nach HIRTSHALS (Dänemark) nehmen. Nur wann, das wissen wir noch nicht. 
Heute morgen ist es klar, auf dem Preikestollen um 08:45 Uhr so gut wie kein Betrieb, hätten wir doch lieber heute hoch gehen sollen? Jetzt ist es zu spät. Hätte, hätte Fahrradkette :-).

Wir fahren heute einfach mal Richtung KRISTIANSAND und dann sehen wir mal. Um 13:00 Uhr beim Frühstück die Entscheidung, wir fahren morgen an den Fähranleger und sehen wann die Fähre geht. Aber heute bleiben wir noch irgendwo an nem schönen Platz stehen.
Und seit wir festgelegt haben Morgen oder Übermorgen Norwegen zu verlassen, ist es am Regnen. Norwegen weint um uns.........!!!!!!!
 

Stellplatz bei JÖSSINGFJORD  (N58°17'31.2"  O6°26'17.2")
 
Und morgen dann geht es nach KRISTIANSAND, mal sehen wann wir einen Fährplatz bekommen. Gut gelaunt bin ich leider nicht, aber irgendwann geht auch die schönste Zeit mal vorüber. Und Dänemark ist auch sehr schön, da haben wir letztes Jahr einen wunderschönen Urlaub verbracht. Ausserdem bleiben uns ja noch ca. 2 Wochen bis wir wieder zu Hause sind. 
 
Zum Abschluß noch ein paar Bilder von unterwegs, wo die gemacht wurden...... keine Ahnung.
 
 Seerosen (extra für Cornelia fotografiert)


  

Und auf dem Trollstigen habe ich mir auch ein Buch einer Deutschen Auswanderin gekauft. Man(n) weiß ja nie :-).



Ich hoffe der Post heute entschädigt ein wenig über die Abstinenz der letzten beiden Tage hinweg.